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Elsbeere

Sorbus torminalis (Familie Rosengewächse, Rosaceae)

Verbreitung: Mittel- und Südeuropa bis Westasien. In Oberfranken kommt die wärmeliebende Elsbeere von Natur aus nur sehr selten in eichenreichen Laubwäldern des Jura, im Steigerwald und in den Hassbergen vor.

Aussehen: Bis 30 m hoher Baum. Typisch sind die spitz gelappten Blätter, die ein wenig an einen Ahorn erinnern, aber wechselständig sind (beim Ahorn gegenständig!). Blüten weiß, in schirmförmigen Blütenständen; Früchte 1-2 cm groß, bei der Reife braun.

Die Elsbeere liefert ein interessantes Wildobst. Die Apfelfrüchte sind Vitamin-C-reich, entwickeln ihr herb säuerlich-süßes Aroma aber erst bei Überreife nach den ersten Frösten. Für den Frischverzehr sind sie wegen ihres hohen Gerbstoffanteils kaum geeignet, gut jedoch für die Herstellung von Kompott, Marmelade oder Likör. Wegen der adstringierenden Wirkung wurden sie früher gegen Cholera, Ruhr und andere Durchfallerkrankungen verwendet. Ruhrbirne hieß die Elsbeere deshalb auch. Wertvoll und sehr begehrt ist ihr Holz, das für Möbel und Drechslerwaren verwendet wird. Da die Elsbeere wärme- und trockenheitstolerant ist, sollte sie zukünftig im Wald, aber auch im Siedlungsgrün vermehrt angepflanzt werden.

Die weißen Blüten erscheinen im Mai oder Anfang Juni (Foto: G. Aas)

Früchte (Foto: G. Aas)


Verantwortlich für die Redaktion: Marie-Charleen Wrenger

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