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Speierling

Sorbus domestica (Familie Rosengewächse, Rosaceae)

Verbreitung: Südliches Mitteleuropa, Südeuropa und Kleinasien. Fraglich ist, ob der Speierling in Deutschland wirklich indigen ist. Er kommt aber, wenngleich sehr selten, in klimatisch milden Gebieten wild wachsend in Laubmischwäldern vor.

Aussehen: Bis 25 m hoher Baum; Blätter gefiedert mit schmal elliptischen, spitzen Blättchen; Blüten im Mai, in schirmförmigen Rispen, weiß oder leicht rötlich; kugelige oder birnförmige, 2-3 cm große Apfelfrüchte. Auf den ersten Blick ähnelt der Speierling der verwandten Vogelbeere, unterscheidet sich von dieser aber deutlich durch seine Früchte.

Der Speierling ist eine Wildobstart, die in Weinbaugebieten früher gerne in Streuobstwiesen gepflanzt wurde. Die Früchte können zu Marmelade verarbeitet oder daraus ein kostbarer Schnaps gebrannt werden. Dem Apfelmost wird bei der Apfelweinherstellung Speierlingssaft zur Klärung, zur Geschmacksverbesserung und zur besseren Haltbarkeit zugesetzt. Wegen seiner Trockenheitstoleranz sollte Sorbus domestica gut an die in Zukunft zu erwartenden wärmeren Klimabedingungen angepasst sein.

Blätter und Blüten des Speierlings (Foto: G. Aas)

Die kleinen Apfelfrüchte enthalten reichlich Gerbstoffe. Roh schmecken sie herbsauer und wirken adstringierend (Foto: G. Aas)


Verantwortlich für die Redaktion: Marie-Charleen Wrenger

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